Der SPD Kreisvorstand hat am letzten Mittwoch die Arbeitsgemeinschaft 60 plus konstituiert. Unter Leitung des Stellvertretenden Kreisvorsitzenden Norbert Gietz wurde Jürgen Grahl aus Ehningen zum Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft gewählt. Zu seinem Stellvertreter wurde Dr. Yusuf Shoaib aus Leonberg gewählt.
In der Diskussion mit dem Gast, dem Stellvertretenden Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft 60Plus auf Landesebene, Peter Steinhilber, wurde rege über die Themenfelder der 60plus diskutiert. Es zeigte sich sehr schnell, dass sich die neue Arbeitsgemeinschaft nicht als Kaffeekränzchen versteht, sondern mit konkreten politischen Vorschlägen die Politik mitgestalten will.
Von einem "Jahrzehnt der Integration und der Chancen für alle" spricht die Generalsekretärin der SPD während eines Gesprächs mit Vertretern der Diakonie, der Flüchtlingshilfe und der SPD im Kreis Böblingen.
Zu Beginn berichten Fr.Meier und Frau Schlander von der Arbeit der Herrenberger Diskonie mit psychisch Kranken, Schwangeren, in der Flüchtlingshilfe oder in Tafelläden. Als Teil der Kirche und damit als Teil der Gesellschaft habe die Diakonie eine besondere Verantwortung für diese Menschen, aber eben auch für die Flüchtlinge, betonen beide.
Mit dem Projekt "Gerschom" unterstützt und berät die Diakonie Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe, beispielsweise in der Qualifizierung und Schulung der Helfer und Helferinnen. Doch auch eine gute Vernetzung zwichen den verschiedenen Initiativen ergibt Synergieeffekte.
Frau Freitag von der Flüchtlingshilfe in Herrenberg würde gerne Sprachkurse für alle Flüchtlinge haben und mehr Ausnahmen für die Anerkennung der Flüchtlinge aus sicheren Herkunftsländern.
"Ich weiß, dass es in vielen Balkanstaaten Diskriminierung und wenig Zugang zu Bildung gibt, aber wir müssen in der jetzigen Situation priorisieren, zugunsten der Kriegsflüchtlinge. Was die Balkanstaaten angeht, muss die Gesellschaft und die Politik sensibilisiert werden. Die EU vor allem zum Abbau von Diskriminierung beitragen", meint die SPD-Kreisvorsitzende Jasmina Hostert dazu.
Yasmin Fahimi betonte das Grundrecht auf Asyl und die Prüfung jeden einzelnen Asylantrags, setzt aber auch auf ein Einwanderungsgesetzt, das vielen Menschen neue Wege und Möglichkeiten eröffnen würde. Es komme darauf an Orientierung zu geben und in der Lösungsfindung auch kreativ zu sein. Bundeswehroffiziere und Juristen könnten beispielsweise bei der Bewältigung der Anträge helfen, hätten das auch schon angeboten, doch das Innenministerium sei noch nicht im Krisenmodus und nehme solche Vorschläge bisher nicht an.
Die Landtagskandidatin im Wahlkreis Leonberg/ Herrenberg Angelika Klingel sagt abschließend: "Wir müssen weiter um die besten Lösungen ringen, einfache Antworten gibt es nicht. Gehen wir die aktuelle Situation richtig an, kann die Integration zur Sicherung unseres Wohlstands dienen. Auch deshalb müssen wir Sorgen ernst nehmen, Rechtsradikalismus aber genauso entschieden entgegengetreten."
Werner Grunert hat am 8. Oktober 2015 seinen 95. Geburtstag gefeiert und schon am Anfang des Jahres sein 65. Jahr in der SPD vollendet. Beides Grund genug für den SPD Kreisverband Böblingen und den SPD Stadtverband Böblingen Werner Grunert doppelt zu ehren.
Die SPD hatte in das Alte Amtsgericht eingeladen, wo es für Werner Grunert ein Wiedersehen mit vielen Weggefährten gab. Nach der Begrüßung durch den Stellvertretenden SPD Kreisvorsitzenden Norbert Gietz und dem SPD Stadtverbandsvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Florian Wahl hielt der Oberbürgermeister a.D. der Stadt Böblingen Alexander Vogelgsang die Laudatio auf den zu Ehrenden. Angefangen beim dänischen Großvater von Werner Grunert, der seinem Enkel „Das Kapital von Karl Marx“ zu lesen gab, über fünf Jahre Kriegsteilnahme mit anschließend weiteren fünf Jahren russischer Gefangenschaft zeichnete Alexander Vogelgsang den Lebensweg Werner Grunert nach. Verlust der schlesischen Heimat, Rückkehr nach Deutschland. Schon 1950 erfolgte sein Eintritt in die SPD.
Beruflicher Neustart in den 50er Jahren bei der IBM in Deutschland. So kam Werner Grunert wegen der IBM auch 1961 nach Böblingen. Dort begann dann neben seinem beruflichen Aufstieg, sein politischer Weg, bereits 1966 (bis 1973) wurde er der Ortsvereinsvorsitzender in Böblingen. Ab 1969 war er für fünf Jahre SPD Kreisvorsitzender. Im November 1971 wurde er für die SPD erstmals in den Stadtrat gewählt, dort blieb er für die SPD bis zum September 1983. 1976 wurde er in den baden-württembergischen Landtag gewählt, dem er bis 1988 angehörte.
„Und jetzt komme ich zum Künstler Werner Grunert“ setzte Alexander Vogelgsang die Laudatio fort. Seit den 80er Jahren hatte Werner Grunert sich verstärkt Erweiterung des Kulturangebotes in Böblingen gewidmet. So organisierte er 1985 unter dem Motto „Eine Stadt macht mit“ ein Bundestreffen der Liedermacher. Rund hundert Veranstaltungen der Liedermacher wurden in diesen Tagen in verschiedensten Stellen gemacht: In einem Zelt am Oberen See, aber auch in Schule und Altersheimen.
1987 gründete Werner Grunert die AG Song, als Bühne für Nachwuchskünstler, aber auch etablierten Künstlern. Der Umzug ins Alte Amtsgericht 1992, gibt den Künstlern bis heute die Räumlichkeiten für ihre Kulturarbeit. Das Alte Amtsgericht entwickelte sich bis heute zu einer wichtigen multikulturellen Kultureinrichtung in Böblingen.
Die anschließend Verleihung der Willy-Brandt-Medaille durch Oberbürgermeister a.D. Alexander Vogelgsang und die Verleihung der Ehrennadel und Urkunde für 65 Jahre Mitgliedschaft durch den Landtagsabgeordneten und Stadtverbandsvorsitzenden Florian Wahl waren dann fast das Ende.
Den Schlusspunkt aber setzte der Jubilar selbst. Bezugnehmend auf seinen dänischen Großvater meinte Werner Grunert schmunzelnd „Das Kapital habe ich nicht verstanden, aber das Karl Marx die Welt verändern will. Das wollte ich auch“. Und zu guter Letzt zog er die Mundharmonika aus der Tasche und spielte zwei Stücke für die Gäste seiner Ehrung.
Werner Grunert die SPD in Stadt und Kreis Böblingen ist stolz und glücklich, Dich in ihren Reihen zu wissen.
Heute erschien in der SZBZ ein Portrait über unsere Kreisvorsitzende Jasmina Hostert, ihre Vergangenheit in Bosnien, ihre Flucht nach Deutschland und die Integration in Deutschland. Ihre Geschichte verleiht der hoch aktuellen Flüchtlings-Thematik ein ganz persönliches Gesicht.
Das Interview kann auf der Homepage der SZBZ nachgelesen werden.
Marion von Wartenberg, Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg diskutiert in der Kita des SV Böblingen mit Erzieherinnen, Eltern und Trägern auf Einladung der SPD über frühkindliche Bildung.
Vergangenen Donnerstag veranstaltete der SPD-Kreisverband gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Florian Wahl und der Landtagskandidatin Angelika Klingel eine Kreis-Kita-Konferenz. Der Einladung folgten Interessierte, darunter viele Erzieherinnen, Elternbeirats-Vertreter und Träger unterschiedlicher Einrichtungen in den vollen Bewegungsraum der Kita des SV Böblingen.
„In unseren Kitas findet längst nicht nur Betreuung sondern auch Bildung statt, welche für die Zukunft und den weiteren Bildungsweg der Kinder elementar ist. Unsere Kitas sind eine enorme Unterstützung für uns Eltern und ich habe größten Respekt vor der Arbeit, die unsere Erzieherinnen und Erzieher leisten“, erklärt Jasmina Hostert, Kreisvorsitzende und selbst Mutter einer dreijährigen Tochter.
Staatssekretärin Marion von Wartenberg betonte in ihrem Vortrag, dass in Baden-Württemberg unter der Grün-Roten Landesregierung die Mittel für den Ausbau der Kleinkinderbetreuung von 83 Millionen Euro im Jahr 2010 auf 550 Millionen Euro in 2015 erhöht wurden, was auch dazu geführt hat, dass 2,9 Kinder auf eine Erzieherin oder einen Erzieher kommen - ein deutschlandweiter Spitzenwert.
Ferner wurde deutlich gemacht, dass gerade die Sprachförderung und Bewegung ausschlaggebend für eine gute Entwicklung der Kinder sind. Auch die Chancen auf eine gute Ausbildung oder ein Studium werden erhöht, Sprachschwierigkeiten, die circa 25% der Kinder haben, frühzeitig erkannt. „Wichtig ist die Träger und Erzieherinnen nicht allein zu lassen, weshalb das Land die Betriebsausgaben der Kitas für unter Dreijährige mit 68% und für Ü3-Kitas mit 63% finanziert“, erklärt der Landtagsabgeordnete Florian Wahl.
„Vor allem junge Familien wollen echte Wahlfreiheit und einen freien Kopf für den Beruf oder die Pflege Angehöriger ohne dabei ihre Kinder zu vernachlässigen“, fügt die Landtagskandidatin Angelika Klingel hinzu. Nicht nur die Quantität zählt, sondern vor allem auch die Qualität, weswegen Florian Wahl besonders auf die neue praxisintegrierte Ausbildung, kurz PIA, hinwies. Der Beruf habe mehr Anerkennung gewonnen und bewege sich immer mehr auf Augenhöhe mit Lehrerinnen und Lehrern oder anderen pädagogischen Berufen, bestätigen auch die anwesenden Erzieherinnen. Einigkeit herrschte zudem darüber, dass der Ausbau der Kleinkindbetreuung und die frühkindliche Bildung in den letzten Jahren eine deutliche Aufwertung erfahren haben und es sehr wichtig sei an dem weiteren Ausbau und der Optimierung weiter zu arbeiten.
„Ich freue mich, dass wir dieses wichtige Thema aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln betrachten und uns austauschen konnten. Ganz herzlich möchte ich mich auch im Namen der SPD bei dem Präsidenten Jochen Reisch und dem Manager Harald Link bedanken, dass sie uns die Räumlichkeiten der Kita des SV Böblingen für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt haben“, so Hostert abschließend.