Für den SPD Kreisverband Böblingen mit seinen zehn Delegierten war der Landesparteitag der SPD in Mannheim am 09. und 10. Oktober ein besonderer Erfolg: Der Landtagsabgeordnete Florian Wahl wurde erneut mit gutem Ergebnis in die Antragskommission des Landesverbandes gewählt. „Dort werden alle Anträge für die Parteitage vorbereitet und dadurch einen erheblicher Beitrag zur inhaltlichen Arbeit der SPD Baden-Württemberg geleistet“, erklärt Wahl.
Die Kreisvorsitzende Jasmina Hostert wurde als Delegierte für den Bundesparteitag der SPD gewählt. „Ich freue mich sehr über dieses Ergebnis und darüber den Kreisverband in Berlin eine Stimme zu verleihen. Meine wichtigsten Anliegen sind vor allem die Integration von Flüchtlingen in unsere Gesellschaft sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, meint Hostert.
Jan Hambach, der Pressesprecher des Kreisverbands erläutert: „Viele Themen werden in Gemeinden, im Kreis und im Land behandelt. Durch unsere Präsenz auf allen Ebenen können so auch fundierte politische Entscheidungen getroffen werden.“
Nils Schmid wurde mit einem Spitzenergebnis von knapp 91% erneut zum Landesvorsitzenden gewählt. Der Wahl war eine kämpferische Rede Schmids vorausgegangen, in welcher er die Abgrenzung zum Koalitionspartner verdeutlichte, aber vor allem die SPD als den Motor und Denker der Koalition herausstellte. Inhaltlich waren neben Digitalisierung, Flüchtlinge, Familien und Bildung bestimmende Themen des Parteitages.
Jasmina Hostert: „Bildung muss kostenlos sein – nicht nur der akademische Bildungsweg.“
Auf Initiative des Landtagsabgeordneten Florian Wahl setzt sich der SPD Kreisverband Böblingen dafür ein, dass die Gebühren für die Meisterprüfungen in Baden-Württemberg abgeschafft werden. Im Gegensatz zu den Studiengebühren, die von der grün-roten Landesregierung im Jahr 2012 abgeschafft wurden, müssen Menschen, die sich für eine duale Ausbildung entscheiden nach wie vor für ihre Prüfung bezahlen. Dabei können, je nach Ausbildung, erhebliche Kosten anfallen. Dies sei eine Ungleichbehandlung, der das Land entgegenwirken müsse.
„Die Sozialdemokratie versteht Bildung als ein allgemeingesellschaftliches Gut, das gebührenfrei zu sein hat und zwar von der KiTa bis zur Universität – und eben auch bis zur Meisterprüfung“, so die Kreisvorsitzende Jasmina Hostert.
Gerade in Zeiten von Nachwuchsmangel im Handwerk sei es wichtig, dass die Meistergebühren als eine mögliche Hürde abgeschafft werden, betont der Böblinger Landtagsabgeordnete Florian Wahl. „Die Abschaffung der Meistergebühren stellt deshalb nicht nur eine Frage der Bildungsgerechtigkeit, sondern viel mehr eine wirtschaftspolitische Weichenstellung für die Betriebe in Baden-Württemberg dar.“
Die duale Ausbildung Deutschlands gilt international als vorbildlich. Um diese im Wettbewerb mit den Hochschulen weiterhin attraktiv zu halten, sei es wichtig, einen gebührenfreien Zugang zum Meisterabschluss zu gewährleisten. „Ich halte diesen Schritt, und dabei spreche ich für die gesamte SPD im Kreis Böblingen, für einen wichtigen Beitrag, um die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg auch in Zukunft zu gewährleisten“, so die Kreisvorsitzende Jasmina Hostert.
Werner Grunert ist seit Januar 1950 in der SPD,
war von 1966 bis 1973 Vorsitzender des SPD-Ortsverein in Böblingen,
von 1969 bis 1974 SPD Kreisvorsitzender im Kreis Böblingen,
von 1976 bis 1988 Landtagsabgeordneter im Wahlkreis 6,
von 1985 Organisator des Liedermacher-Festivals in Böblingen,
und 1987 gründete er die AG Song,
danach hat er das Alte Amtsgericht als Kleinkunstbühne mit aufgebaut.
„Gewerkschaften und SPD Seit an Seit“ beim Sommerempfang der Kreis-SPD.
Der SPD-Kreisverband Böblingen unter der neuen Vorsitzenden Jasmina Hostert hat am Sonntag, den 13. Juli 2015 zusammen mit dem SPD-Stadtverband Böblingen, der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) und dem Landtagsabgeordneten Florian Wahl einen Sommerempfang in der alten TÜV-Halle in Böblingen für ArbeitnemehrInnen, Betriebs- und PersonalrätInnen sowie Bürgerinnen und Bürger veranstaltet.
„Es war uns wichtig eine Veranstaltung zu der enormen Bedeutung von „Guter Arbeit“ zu organisieren und dabei die Arbeitnehmervertreter im Kreis Böblingen miteinzubeziehen. Uns verbinden gemeinsame Vorstellungen und Ziele für die wir kämpfen. Ich freue mich, dass wir ca. 100 Bürgerinnen und Bürger in der TÜV-Halle bei Sommerwetter begrüßen durften", sagt die SPD- Kreisvorsitzende Hostert.
In seiner Begrüßung dankte der SPD-Stadtverbandsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Florian Wahl Pfarrer Andreas Mertens, der das Sommerfest mit einer Andacht eröffnete und verwies, dass gerade der soziale Zusammenhalt in unserer Gesellschaft Baden-Württemberg so wirtschaftlich erfolgreich gemacht hat. „Ohne die vielen Betriebsrätinnen und Betriebsräte würde es den Wohlstand in Baden-Württemberg und im Kreis Böblingen nicht geben,“ so der Landtagsabgeordnete weiter, „SPD und die Gewerkschaften, das gehört einfach zusammen.“
Ehrengast war Landesarbeitsministerin Katrin Altpeter, die in ihrer Rede auf die Erfolge des Landes in der Arbeitsmarktpolitik hinwies. So ist Baden-Württemberg Spitzenreiter in Sachen niedriger Arbeitslosigkeit, bei ca 3,7%, was defakto Vollbeschäftigung bedeutet. Des Weiteren legte die Ministerin dar, dass sie im Jahr 2011 mit dem Ziel angetreten ist, Baden-Württemberg zum „Musterland für Gute Arbeit“ zu machen, was in den letzten vier Jahren gelungen ist. Sie verwies vor allem auf das Landesarbeitsmarktprogramm, dass sie als Ministerin gestartet hat um Langzeitarbeitslose Menschen wieder in Lohn und Brot zu bekommen, da man gerade in wirtschaftlich starken Zeiten um die Menschen kümmern muss, die seit Jahren keine Beschäftigung finden. Das sei man den Menschen schuldig, aber auch notwendig für unseren wirtschaftlichen Erfolg in Zeiten des Fachkräftemangeln. So gäbe es jetzt die assistierte Ausbildung, sowie den Aktiv-Passiv-Tausch, bei welchem man Beschäftigung finanziert anstatt Arbeitslosigkeit und die Teilzeitausbildung für Alleinerziehende. Altpeter betonte, dass Arbeit – vor allem in Württemberg – nicht allein Broterwerb sei, sondern soziale Teilhabe und Lebensinn.
Angelika Klingel, Landtagskandidatin aus dem Wahlkreis Leonberg-Herrenberg moderierte die anschließende Podiumsdiskussion bei der außer Katrin Altpeter, die GEW-Kreisvorsitzende und Personalratsvorsitzende der Herrenberger Schulen Farina Semmler und der IG-Metall-Beauftragte für das Daimler-Werk in Sindelfingen Kai Burmeister teilnahmen.